Grusswort zur E-Partizipation
Die Phase der Mitwirkung ist abgeschlossen. Vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge! Den Ergebnisbericht können Sie im Bereich "Hintergrund" unter "Downloads" herunterladen.
E-Partizipation@ELBA - Entwicklungsplanung Leimental - Birseck - Allschwil
Wie soll die Region in 20 oder in 40 Jahren aussehen? Wo wird es welche Entwicklung geben? Wie verknüpfen sich Verkehr, Wohnen, Arbeiten und Landschaft? Mitreden, mitwirken, Zukunft gestalten! Öffentliche Mitwirkung hier vom 22. August bis 16. September!
Verkehr im ELBA-Raum
Sich von einem Ort zum anderen zu bewegen, gehört zum Lebensalltag eines jeden Menschen. Steigen die Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen, wächst automatisch auch das Verkehrsaufkommen. Verstärkt wird diese Entwicklung dadurch, dass das Tempo der Fortbewegung in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat.
Siedlung im ELBA-Raum
Im ELBA-Gebiet leben zur Zeit etwa 220'000 Menschen. Diese Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten in der Regel zwischen 0.2 und 0.5 Prozent pro Jahr gewachsen. Wird dieses Wachstum für die Zukunft hochgerechnet, ergibt sich für das ELBA-Gebiet bis 2030 ein Bevölkerungswachstum von 13'000 bis 19'000 Personen.
Landschaft im ELBA-Raum
Die Nettobauzonenfläche (= Fläche der Bauzonen für Gebäude, aber ohne Strassenparzellen) beträgt im Kanton Basel-Landschaft derzeit etwa 7000 ha. Zwischen 1995 und 2005 ist im Kanton Basel-Landschaft die Nettobauzone im Durchschnitt pro Jahr um 30 Hektaren gewachsen. Dies entspricht 300‘000 Quadratmetern oder einer Grösse von etwas weniger als 50 Fussballfeldern.

Verkehr

Bild: 
Wie wollen wir mobil sein?

Sich von einem Ort zum anderen zu bewegen, gehört zum Lebensalltag eines jeden Menschen. Steigen die Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen, wächst automatisch auch das Verkehrsaufkommen. Verstärkt wird diese Entwicklung dadurch, dass das Tempo der Fortbewegung in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat und die Menschen immer längere Strecken zwischen Start- und Zielort zurücklegen können.

Typisch für Agglomerationen (grosse zusammenhängende Siedlungsgebiete) ist die Vielfalt der Verkehrsmittel: motorisierter Individualverkehr (Autoverkehr) (MIV), Bahnen und Trams, Busse, Velos und Fussgänger ergänzen sich zu einem komplexen Verkehrsnetz. Einige Zahlen dazu: Der Kanton Basel-Landschaft weist insgesamt 300 Kilometer kantonale Radrouten und 462 Kilometer Kantonsstrassen und kantonale Hochleistungsstrassen auf. Die Länge des Liniennetzes des Tarifverbundes Nordwestschweiz (TNW) belief sich im Jahr 2010 auf 1004 Kilometer. Zahlen, die exakt das ELBA-Gebiet umfassen, existieren hingegen nicht.

Die Verteilung der Wege und Distanzen auf die einzelnen Verkehrsmittel – der so genannte Modal Split – kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Veränderungen in den Rahmenbedingungen ziehen zudem meistens eine Veränderung in der Nutzung der Verkehrsmittel nach sich (so genannter Modal Shift). Auslöser dafür sind sowohl veränderte Verkehrsangebote (z. B. neue Strassenabschnitte, dichterer Tramtakt oder direktere Velowege) als auch organisatorische Neuerungen (z. B. Senkung/Erhöhung von Parkgebühren oder neue Umsteigemöglichkeiten).

Neben diesen Bestandteilen des Angebots beeinflusst der Zweck einer Fahrt die Wahl des Verkehrsmittels. Je nachdem, ob man Einkäufe transportieren will, sich pro Tag mehrfach von Ort zu Ort verschieben muss oder die Fahrt zum Aussichtspunkt schon als Teil des Freizeiterlebnisses geniessen möchte, fällt die Entscheidung anders aus. Der flexible Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln wird von vielen Verkehrsteilnehmenden geschätzt – zwischen Auto und Velo oder zwischen eigenen Fahrzeugen und gemeinschaftlich genutzte Angebote wie dem öffentlichen Verkehr bzw. Car- und Bike-Sharing.

Hügelzüge und Täler zeichnen die Topografie in der Umgebung von Basel und insbesondere im ELBA-Gebiet aus. Sie prägen nicht nur das Landschaftsbild und die Lage der Siedlungen, sondern auch die Lage der grossen Verkehrsachsen. S-Bahn- und Tramlinien, die Hochleistungsstrasse H18 und wichtige Kantonsstrassen sind auf Basel als Kernstadt und Zentrum ausgerichtet – Sie haben eine sogenannt radiale Ausrichtung.. Die Bewältigung der starken Nachfrage auf diesen radialen Verbindungen ist eine der aktuellen wie auch der zukünftigen Herausforderungen im ELBA-Gebiet.
Parallel dazu besteht das Bedürfnis, sich um die Stadt herum zu bewegen, von einem Tal zum anderen – Diese Ausrichtung wird als tangential bezeichnet.

Welche Verkehrsmittel sollen hier, auf den Tangentialen welche Rolle spielen? Wie sollen die tangentialen und die radialen Verkehrsströme miteinander verknüpft werden, damit sich die Reisenden in alle Richtungen bewegen können und im Verkehrsnetz möglichst wenig Störungen entstehen?
Im ELBA-Prozess kann es allerdings nicht allein um die Fortbewegung und den Verkehr von A nach B gehen. Die Wechselwirkungen mit Siedlung und Landschaft sind eng. Verkehrsadern prägen das Bild einer Landschaft ebenso wie das eines Dorfes und einer Stadt.

Immissionen mancher Verkehrsmittel (Lärm, Luftschadstoffe) betreffen nicht nur ihre Nutzer, sondern auch die Anwohnerinnen und Anwohner. Und schliesslich bestehen auch umgekehrte Auswirkungen: Wo genau die verschiedene Nutzungen in einem Gebiet (Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit) anzutreffen sind, hat massgeblichen Einfluss darauf, wie das optimale Verkehrsnetz dazu aussehen muss.